onstage - backstage
Einstieg in Bühnenberufe

"...Mit "Das Haus der Treppen" präsentierte "act" nun nach etwa einem halben Jahr gemeinsamer Arbeit und sieben Wochen intensiver Proben das erste sichtbare Ergebnis der Öffentlichkeit, die sich,..., aus denselben Leuten zusammensetzte, die man auch sonst bei Bremer Theaterpremieren zu Gesicht bekommt.
Sie alle sahen eine Inszenierung, in der sich Schauspieldozent und Regisseur Jürgen Müller-Ohtzen vernünftigerweise vollkommen darauf konzentrierte, seine Schauspieler Schauspieler sein zu lassen, ihre Rollen möglichst naheliegend auf der Basis der Textvorlage zu verkörpern. Kein Schnickschnack, kein Fahrstuhl etwa im "Haus der Treppen", Grautöne statt Rosarot, dafür umso mehr Treppenstufen ins Nichts - dies das sachliche Bild der finsteren, auf professionellem Niveau selbstgebauten Bühne.
Das zog Anforderungen nach sich, zunächst zu hohe. Das jugendliche Quintett benötigte Zeit, um die reale Bedrängnis, in der sich Sleators Figuren von Beginn an befinden, auch tatsächlich angemessen auszustrahlen....
Vielleicht so, wie nach etwa 15 Minuten. Jetzt hatte sich die Nervosität gelegt, gewann das Geschehen auf der Bühne an Dynamik, das Stück an Tempo. Dabei hatte sich tatsächlich "nichts weiter" geändert, als dass die Akteure nun präsenter wirkten, nicht länger bloß allzu offensichtlich spielten, sondern zunehmend verkörperten. Tatsächlich gelang es ihnen nun bis zum Ende, die dramaturgisch logische Spannung dergestalt auf der Bühne umzusetzen, dass keine Löcher entstanden, der Zuschauer nicht abschweifte. Das ist schon viel, angesichts der Probenzeit von nur sieben Wochen."
Weser Kurier, 28.2.2002

"...und in zwei Theaterproduktionen umzusetzen. Bereits die zweite war "Das Haus der Treppen"; das am vergangenen Sonntag auch in Wilhelmshaven Station machte.
....Eine beachtliche Leistung zeigte vor allem eine "Schlangenfrau", die durch die einzelnen Szenen navigierte und dabei das Experiment und dessen Verlauf erklärte. Schade nur, dass es die Akustik zum Ende schwer machte, den Ausgang des Stückes zu verstehen. Die Abweichung zum Roman von William Sleator konnte dadurch nur schwer eingeordnet werden. Dennoch zeigt das Projekt durchaus, welche Leistung in jungen Nachwuchsschauspielern stecken kann. Das aufwendige Bühnenbild, dessen fließende Übergänge leicht das Vergehen der Zeit nachvollziehen ließen, bedarf letztendlich einer besonderen Erwähnung.
Wilhelmshaven, 02.2002

Die Presse über act I
Das Haus der Treppen

quartier