onstage - backstage
Einstieg in Bühnenberufe



Wie aus Müll kreative Kleidung wird

Ein Modegeschäft der besonderen Art eröffnet für fünf Tage in der brunnenstraße 15/16. "R³" nennt sich das Projekt. Der Name leitet sich vom Motto der etwas anderen Textilschmiede ab:"reduce - reuse - recycle, zu deutsch: Reduzieren, Wiederbenutzen, Wiederverwerten.
"Sechs Teilnehmer zwischen 18 und 25 Jahren haben in diesem einwöchigen Workshop mehr als 50 Teile kreirt und geschneidert", erzählt die Modedesignerin Christin Bokelmann, die das Projekt zusammen mit Ilka Hövermann leitet. Die Jugendlichen sind Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahmen Upsign und Act...
Bremer Anzeiger, 08.06.08

Recycling als Kunstperformance
Modelabor R³ in der Brunnenstraße

Das Modelabor R³, initiiert vom Ökobüro im Lagerhaus, zeigt, dass es nicht immer etwas Neues sein muss, um modisch auf dem Laufenden zu sein. Mit manchmal einfachen und kreativen Mitteln können alte und benutzte Kleidungsstücke, die entsorgt werden sollen, ein völlig neues, einzigartiges Gesicht bekommen. Das Modelabor ist der Abschluss des Projekts "Recyclingkunst" im Kulturzentrum Lagerhaus, in dessen Rahmen 2007 bereits eine Modeinstallation und zwei Workshops stattfanden. Im Mittelpunkt steht die Idee, den Recycling-Gedanken auch im Modebereich einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, der zunehmenden "Wegwerfgesellschaft" mit Kreativität und Einfallsreichtum entgegenzuwirken. Frei nach ihrem Mode-Motto R³: re-duce, re-use, re-cycle. Auf Deutsch sinngemäß: verringern, wieder benutzen, aufarbeiten.
Weser Kurier, 09.06.08

Recycling für Modebewusste
Wie kann man Kunst, Mode und Ökologie unter einen Hut bringen? Diese Frage stellte sich das Ökobüro Lagerhaus. Herausgekommen ist das Modelabor R³, das den Abschluss zu der Workshop-Reihe "RecyclingKunst" des Ökobüros bildet. Fünf Tage lang werden je eine Stunde täglich aus weggeworfenen Stoffen Kleidungsstücke entlang der "Modestraße", einem langen Tisch mit Nähstationen, produziert. Das Schöne daran: Das Ganze geschieht vor den Augen Besucher, die auch mal persönliche Wünsche für ihr neu entstehendes Kleidungsstück äußern dürfen. Zu erwerben sind die Unikate gegen eine Spende, die weitere solcher Projekte unterstützen soll.
Weser Kurier, 13.06.08

Kleider erzählen Geschichten
Recycling-Mode-Projekt in der Brunnenstraße / Gut angenommene Aktion

Wie in einer Nähfabrik sieht es in einem kleinen Laden an der Brunnenstraße aus: An einem langen Tisch sitzen Frauen und Männer an Nähmaschinen und nähen emsig die Stücke, die ihnen der Vordermann entgegenstreckt. Was anfangs noch ein Stück Stoff war, kommt am Ende als fertiges Kleidungsstück heraus - und das alles aus weggeworfenen Stoffen. Bei der vom Ökobüro im Lagerhaus ins Leben gerufenen Recycling-Manufaktur "R³modelabor" wurde vergangene Woche geschnippelt, gefädelt und genäht.
Ins Leben gerufen wurde Modelabor R³ von Peter Brodersen vom Ökobüro im Lagerhaus Schildstraße, der Kostümbildnerin Ilka Hövermann und der Modedesignerin Christin Bokelmann.
Eine Woche lang haben die Modedesignerin und die Kostümbildnerin die Recycling-Manufaktur vorbereitet. "Wir haben Stoffe gesichtet und gemeinsam überlegt, welche Schnitte wir nehmen", erzählt Bokelmann, "die Mitwirkenden haben sich super ins Zeug gelegt." Und die sind keineswegs gelernte Schneider oder Designer, sondern kommen vom Bühnenprojekt act und Upsign, beides Projekte für Arbeitssuchende des Vereins Quartier.
Weser Kurier, 16.06.08

Auch Probleme mit Percussions gemeistert
Kattenturmer Jugendkulturwerkstatt präsentiert Ergebnisse ihrer Arbeit

Erst schlagen sie die Plastikflaschen rhythmisch gegeneinander, alle drei im gleichen Takt. Dann wechselt die Musik, wird schneller. Mit den Rücken zum Publikum trommeln die bunt gekleideten Tänzer der Jugendkulturwerkstatt immer schneller gegen die Wand der Sporthalle des Förderzentrums Obervieland. Drei Wochen lang hatte die Gruppe Jugendlicher ein Bühnentanzstück mit Percussions einstudiert, die Bühnendekoration gebaut, Kostüme entworfen und sich in die Tontechnik eingearbeitet. Kürzlich präsentierte die Jungendkulturwerkstatt die Ergebnisse.

Erstmals in Kattenturm
Das Projekt, in dem Jugendliche sowohl Ein3ichten in Tanz und Theater bekommen als auch Erfahrungen handwerklicher Art sammeln konnten, fand zum ersten Mal im Stadtteil Kattenturrn statt und wurde mit LOS-Mitteln gefördert. Alles an der halbstündigen Tanzvorführung, die die rund 30 Zuschauer zu sehen bekamen, war selbstgemacht: die Kulisse, die mit Palettenstapeln, Eimern und dem kopfüber stehenden Fahrrad an eine Industriehalle erinnerte, genauso wie die vielfarbigen und in mehreren Schichten getragenen Kostüme der Tanzenden.

Mit "act" auf die Bühne
Einer von ihnen ist Tobias Wöltjen. Der 21-Jährige ist über das Beruforientierungsprojektfür Bühnenberufe "act" zur Jugendkulturwerkstatt gekommen. Zusammen mit zwei Tänzerinnen hat er unter der Anleitung von Wilfried van Poppel das Stück einstudiert. Die reinen Tanzteile waren für ihn leicht zu lernen. Aber: "Die Percussions haben mir erst Probleme gemacht, das war gar nicht so einfach zu lernen", erzählt er und lacht. Aber er habe es hin bekommen, und mit dem Endergebnis könne man zufrieden sein. Dafür mussten er und seine Mitstreiter auch viel Zeit investieren. Drei Mal trafen sie sich jede Woche zum Üben und Basteln. Den großen Zeitaufwand sieht Projektorganisator Holger Hering als Grund dafür, dass sich nur wenige Schüler für das freiwillige Vorhaben gemeldet hatten. Die meisten Teilnehmer waren wie Tobias Wöltjen über Berufsorientierungsprojekte zur Jugendkulturwerkstatt gekommen. Zwar hätten die Veranstalter viel an Schulen geworben, gegen Ende des Schuljahres hätten die meisten Schüler jedoch wegen der vielen Klassenarbeiten einfach nicht genug Zeit, um an einem solchen Projekt teilzunehmen, erklärt Hering. "Ich hätte mir mehr Jugendliche gewünscht", gesteht er. "Aber die Ergebnisse sind sehr schön."

Neuer Anlauf als AG
Die nächste Version der Jugendkulturwerkstatt soll nun in engerer Zusammenarbeit mit den Schulen stattfinden, und zwar als Arbeitsgemeinschaft (AG). Dann könnten die Schüler die Teilnahme an der Jugendkulturwerkstatt aus mehreren Angeboten auswählen, bekämen dafür Zeit von der Schule und wären gleichzeitig auch dazu verpflichtet, wirklich mitzumachen.
Weser Kurier (Stadtteilkurier), 03.07.08

Wie kommt man an die Spitze der Yakuza?
Es gibt Ärger bei den Yakuza: Um an die Spitze zu der kriminellen Organisation zu kommen, hat Hatori (Sabrina Rahms) einen Plan ausgeheckt, in dem Geisha Yoko (Olivia Addo)eine zentrale Rolle spielt. Japan war der thematische Schwerpunkt zweier theaterfragmente, die vergangene Woche im Findorffer act-Haus uraufgeführt wurden. Die Stücke entstanden unter der küstlerischen Leitung von Dirk Rademacher. Seit 2001 bbietet das Projekt act jungen Erwachsenen die Chance, technische, gewerbliche und künstlerische Bühnenberufe kennenzulernen und in Theaterproduktionen umzusetzen.
Weser Kurier (Stadtteilkurier), 22.09.08

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