onstage - backstage
Einstieg in Bühnenberufe

Pressestimmen

Bremer Bühnenprojekt "act" beteiligt sich mit einem ausgefallenen Beitrag an der "Sottruminale"
Ich packe meinen Koffer ...


BREMEN/SOTTRUM (sbo)− Nanu, warum stehen hier so viele herrenlose Koffer in der Gegend herum, wer hat die denn verloren? - Diese Fragen wird sich wãhrend der "Sottuminale" wohl so manch ein Passant im Sottrumer Ortskem stellen. Doch die Gepäckstücke sind keineswegs einer Reisegruppe unbemerkt aus dem Bus gefallen und ein Fall für das Fundbüro. Die Reiseutensilien sind der Beitrag des Bremer Bühnenprojektes "act" zur Kulturwoche der Ku1turinitiative Sottrum. Wer einen solchen Koffer am Wegesrand findet, sollte also unbedingt einen Blick hineinwerfen. Darin gibt es viele spannende Geschichten zu entdecken.

Die unendliehen Weiten des Meeres im Gepäck: Roland Ulhmann (links) hat seinen Kotfer bereits zu groBen Teilen fertig gepackt. Neugierig wirft der künstlerische Leitor von "Act", Dirk Rademacher, sehon eimnal einen Blick auf das originelle Kunstwerk.
Und der Begriff "Entdecken" ist wörtlich zu nehmen. Nicht umsonst sind die 25 kreativen Köpfe hinter der Aktion vom Fach. "Act" ist ein Job-Projekt für 18− bis 25−Jährige der gemeinnützigen Gesellschaft Quartier, die Heranwachsenden einen Einstieg in Bühnenberufe ermöglichen möchte. Und die Teilnehmer nutzen ihr Potenzial für das Koffer-Projekt voll aus. "Die Idee ist es, Koffer zu erstellen und Geschichten dazu zu schreiben, die sich mit Migration befassen", erklärt Dirk Rademacher, künstlerischer Leiter von "act" und Vorsitzender der Ku1turinitiative. Um sich mit dem Thema vertraut zu machen, haben die Teilnehmer intensiv in der Vergangenheit gegraben und versucht, herauszufinden, warum Menschen ihre Heimat verlassen und was sie sich davon erhoffen. Dabei stellten sie fest: Die Gründe slnd Ober Jahrhunderte hinweg immer die gleichen geblieben - Hoffnungslosigkeit, Armut, Hungersnöle, Krisen, Verfolgung und immer wieder auch die Liebe.
Darauf aufbauend sammelt die Truppe zurzeit fiktive Lebensläufe verschiedener Epochen für ihre Kurzgeschichten. Die Gepäckstücke für die Aktion wurden allesamt von Privatleuten und der Bremer Shakespeare Company gespendet. Ziel ist es, zwölf Koffer zu packen, die auf Eisenstäben drapiert im Ortskern ausgestellt werden. Unterstützung erhalten die Nachwuchs−Bühnenprofis bei der Umsetzung ihrer Ideen von Rademacher, den Dozenten Chrisline Bokelmann (Kostüm), Rosi Algra (Maske) und Hacky Hackbarth (Video) sowie in technischen Fragen von Werkstattleiter Axel "Faxe" Hildebrandt und Frank Rosindale, der ein Profi in Sachen Requisite, Bühnenbau und Kostüm ist.
"Die Geschichten reichen vom 17. Jahrhundert bis in das Jahr 200 070", verrät Rademacher. Die Erzählungen sollen entsprechend der Zeit, in der sie spielen, zu Papier gebracht werden. So greift etwa Roland Löhmann für seine Story zu Füllfederha1ter und Tintenfass und schreibt diese per Hand in ein antik anmutendes Tagebuch. Neben den Aufzeichnungen enthalten die Gepäckstücke auch Gegenstände, die etwas über die Person in der Oeschichte verraten - in Form von Andenken an die Heimat. Das können unter anderem Fotos, Kleider, Schmuck, Urkunden oder Dokumente sein. "Bei Roland befindet sich ein Meer im Koffer", so Rademacher.
Zudem sollen die Geschichten einen Zusammenhang haben. Dazu bringen die Kreativen die Koffer in eine chronologische Reihenfolge und verknüpfen sie inha1tlich miteinander. "Es kann also sein, dass in einer Geschichte plötzlich eine Person erwähnt wird, die in einer anderen Geschichte die Hauptperson war, plötzlich ein Gegenstand wieder auftaucht oder zwei Menschen am selben Ort sterben", erklärt Rademacher.
Als besonderes "Bonbon" plant die Gruppe, die Geschichten aus den Koffern an einem Abend der "Sottruminale" theatralisch im Rahmen einer poetischen Nachtwanderung umzusetzen − selbstverstllndlich passend kostümiert. Für diese Veransta1tung werden eigens noch Monologe und Dialoge geschrieben, die dann direkt an den Koffem vorgetragen werden. "Da wir maximal 40 Personen mit auf die Reise nehmen können, wird es drei Anfangszeiten geben", so Rademacher. Jede Tour soll maximal 30 Minuten dauern. Man darf also gespannt sein...
13.02.1O Sottrum Face Book


Check In!
Passagere Kunst auf dem Bahnhofsplatz


"20Jahre grenzenlos" − aber was machen wir mit den Mauem, die der inneren Einheit im Weg stehen?
Der Check In! am Bahnhofsplatz bestand aus ca. 500 Kartons, mit denen ein ständiges Auf-, Um- und Abbauen geschah. Akteure waren die Jugendlichen von act. dem Orientierungsprojekt von Quartier für künstlerische Berufe "on stage − backstage".
Sie setzten mit den Kartons verschiedene großformatige Arrangements vom EinWanderHaus Bremen zusammen- und verwiesen damit die Besucher, Gäste und Akteure der Einheitsfeierlichkeiten - temporäre Zuwenderer - spielerisch und phantasievoll auf die immer noch vorhandenen Demarkationstinien zwischen den Kulturen als Barrikaden der inneren Einheit hin.
Die Projekte im EinWanderHaus beschäftigten sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der jüngsten Einwanderungsgeschichte Bremens und Deutschlands. Quartier hatte das Thema bewusst in den Fokus gerückt, ganz im Sinne von "20 Jahre grenzenlos − Tag der Deutschen Einheit in Bremen" Bremen richtete dieses Jubiläum aus als kosmopolitische Stadt mit Einwohnern aus aller Herren Länder, und auch die Akteure und Gäste der Einheitsfeier kamen aus aller Welt.
Dokumentation zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen 2010


Märchen mit Live-Musik
"Die Zauberin von Öz" im "act"-Haus
FINDORFF. "Die Zauberin von Öz" heißt die neueste ProduktLon der jugendlichen Akteure von "act", einem Orientierungsprojekt für Bühnenberufe der Quartier gGmbH. Dafür haban die Schauspieler den "Zauberer von Oz" frei übertragen und in eine Seifenoper mit Live−Musik verwandelt. Die Geschichte verlagerten sie von Kansas nach Bremen. Dort, im "act"−Haus an der Bayreuther Straße, werden die norddeutsche Dörte und ihr Hund Toto von einem Sturm erfasst und in ein fernes Zauberland getragen. Sie begegnen dabei seltsamen Genossen: dem Blechmann, dem mutlosen Löwen und der Vogelscheuche. Gemeinsam kämpfen sie sich durch alle Gefahren und besiegen die böse Hexe. Schließlich finden Dörte und Toto den Weg zurück ins "act"−Haus.
Das Stück feiert am Donnerstag, 16. Dezember, ab 20 Uhr an der Bayreuther Straße 14 Premiere. Weitere Vorstellungen gibt es am 17. und 18. Dezember, jeweils um 20 Uhr. [EMSN)
Weser Kurier, 12.12.2010


Schaumburger Friede ist Erfolg
Verantwortliche zlehen Bllanz und sprechen Helfern und Organlsatoren Dank aus

LANDKREIS (em). Das Jubiläumsprojekt "Schaumburger Friede" war eln voller Erfolg. Deshalb haben dlie Schaumburger Landschaft als Projekttrãger, das Organisationsteam, allen voran Ralf Mahnert, und nicht zuletzt der Landrat allen Beteiligten Ihren Dank ausgedrückt, die dafür gesorgt haben, dass der Schaumburger Friede ein so großser Erfolg werden konnte.
"Zu danken ist den Organisationsteams in den Orten, den unzähligen ehrenamtllchen Gruppen, die mit großem Engagement ein herrliches Programm auf die Beine gestellt haben, den Klndergärten und Schulen, die mit großer Kreativität ihre Beiträge geleistet haben und damit die eigentlichen Helden dieser Tour waren," heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Rap-Einlage in Rodenberg, eine Schnapsverkostung in Oelbergen, die Prüfung der Kirchenbücher in Heuerßen oder Schmieden am Eisenhammer in Exten - dieses seien nur einige exemplarische Beispiele, was mit Engagement vor Ort auf die Beine gestellt wurde. In Zusammenarbeit mit engagierten Theaterpädagogen haben Chöre, Kapellen, Laienspielgruppen und viele andere dem Splel erst Leben eingehaucht.
Es habe viele weitere Menschen gegeben, die zum Erfolg beigetragen hätten: Landwirte haben Ihren Hof für eine Pause des Trosses zur Verfügung gestelit und herrliche Anwesen wurden der Öffentllchkeit zugänglich gemacht. Sie haben dafür gesorgt, dass ein wunderschönes Bild von Schaumburg auch nach außen getragen werden konnte.
Auch die beteiligten Behörden haben mit unbürokratischem Vorgehen dafür gesorgt, dass vieles kurzfristig und reibungslos möglich war. Feuerwehren haben in der zweiten Wochenhälfte sogar unter dem Eindruck des Hochwassers, mit großem Einsatz zur Sicherung der Tour beigetragen und in vielen Orten das Programm mit eigenen Beiträgen belebt. Die Polizei hat mit einer perfekten Begleitung sichergestellt, dass die Tour sicher von statten ging.
Schauspieler, Landsknechte, Marketenderinnen, Musiker, Reiter und Kutscher haben wirklich alles gegeben, um den Programmen in den Orten gerecht zu werden. Kostümbildnerinnen, Garderobieren, Bühnenbau, und viele Andere, sie alle haben teilweise die Nächte durchgearbeitet, um am nächsten Tag alles wieder an den Start zu bringen.
Auch dle Tour selbst hatte ihre Helfer, die in den Orten geschaut haben, ob alles passte. Letztlich ermöglicht haben die Veranstaltung allerdings die Sponsoren, allen voran die niedersächsische Sparkassenstiftung und dle Sparkasse Schaumburg, aber auch die VGH-Stiftung, die Klosterkammer Hannover sowie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Im Ergebnis ist eine Veranstaltung herausgekommen, die dem Schaumburger Land noch lange in Erinnerung bleiben wird: ein sozlokulturelles Ereignis im besten Slnne, weil nicht einige für vlele gespielt haben, sondern sehr viele daran betelligt waren, die sich und ihrem Umfeld eine grose Freude bereitet haben.
Schaumburger Wochenblatt, 01.09.2010


Erpel "Donald" soll das Kindermachen zeigen
Fürst Ernst hält Gericht auf dem Kirchplatz / Petitionen enthalten Sorgen, aber auch Spass

OBERNKlRCHEN (]l). "Wann kommt der Fürst?" Gerade einmal fünf vertretbare Minuten Verspätung hatten der Fürst und sein Tross, da wurden die wartenden Klnder schon ungeduldig. Das Zirkus-Projekt des Kneippvereins "Der Spaß vor dem Ernst" sorgte da nur vorübergehend für Ablenkung. So groß war die Aufregung. Und dann kamen die Hohen Herren in Begleitung von Bürgermeister Ol1ver Schäfer und bahnten sich ihren Weg durch die jubelnden Zuschauer, entlang der Formation der rund 50 positionierten Bürgerschützen. Ein majestätischer Empfang für einen Fürsten, der zum vierten Mal Gericht hielt und ein offenes Ohr für die − teils ernsten, teils aúch spaßigen − Beunruhigungen seiner "Untertanen" hatte.
Die Obernkirchener Kaúfmannschaft kritisierte die von der Stadt ausgetellten "kleinen Zettel" bei nicht ganz ordnungsgemäßen abgestellten "heutigen Kutschen" und forderte außerdem, die Fußgängerzone wieder einseitig befahren zu dürfen. Wieso die Kaufmannschaft so einen "weiten Umweg" geht, habe das Landesoberhaupt nicht verstehen können, die Lösung sei doch ganz einfach: "Setzt euch zusammen und einigt euch. Wenn das nicht klappt, dann müsst ihr euch wohl einen neuen Bürgermeister suchen oder der Bürgermeister sich eine neue Kaufmannschaft."
Auf eine von Pastor Meinberg gewünschte Förderung für die Sanierung der Stiftskirche St. Marien − etwa für die Säuberung und neue Bemalung der Deckengewölbe − konnte der Landesvater nicht elngehen, denn er sei völlig mittellos hier angekommen. "Eigentlich sind wir eher auf eure Unterstützung angewiesen," kommentirtr er. Aber einen Tip habe er dann noch in Petto. Der Pastor solle doch ein paar mehr Schäflein einfangen, denen er in die Tasche greifen könne.
Einen weisen Rat von der Adelsfigur wollte sich Bürgermeister Schäfer einholen, der über den fehlenden Nachwuchs in den Ortswehren und Vereinen klagte. Eln Lächeln umsplelte den Mund des Fürsten, für den dieser Rat mal verhältnismäßig einfach sei. "Wenn Ihr euch beschwert zu wennige Kinder zu haben, dann macht welche! Das macht Freude, hilft weiter und ihr habt keine Sorgen mehr", konterte er. Damit war das "Problem" für ihn gelöst und die nächste Petition wurde vorgrtragen.
Das fürstliche Podium betraten Frau Schneider und ihr Wildenterich "Donald". Sie liege im Clinch mit ihrem Nachbarn Fritz, dem es behage, dass seine chinesischen Laufenten Spaß mit dem besagten Erpel haben. Auch wenn die Angelegenheit den Füsten amüsierte, so wusste er dennoch eine Lösung, die sogar der Obernkirchener Nachwuchssorge Abhilfe verschafft. "Wer zuerst kommt, macht zuerst kleine Enten", sprach der Adelsherr. Alle Obernkirchener bat er zum besagten Hof mitzugehen und zu-zuschauen wie Donald kleine Enten macht. "Dann habt ihr Anschauungsmaterial für eure Vermehrung", verkündete er.
Abtissin Susanne Wöbbeking machte seine Durchlaucht in einer weiteren Petition auf die enormen finanzliellen Anstrengungen, das Stift Obernkirchen zu erhalten, aufmerksam. Den Fehler sah der Fürst im zu geringen Obolus: "Ihr habt große Sorgen mit einem kleinen Obolus, mit einem großen Obolus hättet Ihr kleine Probleme." Er versprach, das Ansinnen weiterzugeben, denn schließlich "wissen wir auch wie es Ist, Gebäude zu unlerhalten."
In der sechsten und letzten Petition beklagte Thomas Stübke den durch Obernkirchen rollenden Schwerlastverkehr, den die Reaktivierung der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn verringern würde. Der Einladung, im Fürstenabteil des Zugs nach Bad Eilsen weiter zu reisen, lehnte seine Durchlaucht kategorisch ab. Die Kutsche sei ihm, trotz unbequemer Sitze, lieber. Er habe nichts gegen die Bahn, aber "wir müssen alles Neue nicht gleich schön finden."
Zum Abschluss teilten die tanzenden "Petticoats" mit viel nacktem Bein die Gemüter. Während Magister Notholden die Darbietung als schamlos empfand, erheiterte sie den Fürsten. Und trotzdem war seine Gnaden danach etwas irritiert. Er könne vieles verstehen, "aber nicht wie es bei so einem Anblick in Obernkirchen an Kindern mangeln kann."
Schaumburger Wochenblatt, 01.09.2010


Sie achten auf Knöpfe und Kragen
Ausruhen nach der Fürstentour / Garderobieren arbeiten 16 Stunden lang

LANDKREIS(ih). Ausruhen und Schlaf nachholen: Sabine Wageck (21) und Marcus Wietasch (24) haben vom Herbst noch nicht so viel mitbekommen. Grund für ihre Müdigkeit war der "Schaumburger Friede". Zwei Wochen lang haben sie Stunde um Stunde dafür gesorgt, dass Kragen sitzen, Schuhe sauber sind und die Kostüme der Schauspieler am Abend auf ihren Kleiderbügel kamen. 14 bis 16 Stunden am Tag. Wageck und Wietasch gehörten zum Garderoben-Team. Sie haben im Hintergrund gearbeitet und dennoch kaum ein Auge zugemacht.
Sabine Wageck ist eigent1ich noch in der Ausbildung zur Maßschneiderin. Marcus Wietasch hat über das Projekt "Act" in den Bereich der Bühnenberufe hineingeschnuppert. Während der Fürstentour anlässlich des 900−jährigen Jubiläums des Schaumburger Landes sind die beiden morgens mit die ersten gewesen, die aus den warmen Federn mussten. "Um kurz nach fünf klingelt der Wecker," so Wageck. Zuerst haben sie die Kutscher getroffen, die ihre Kostüme angezogen haben. Sie mussten sich schließlich noch um die Pferde kümmern. Erst danach haben die Schauspieler Wams, Strümfe, Hüte und Mäntel bekommen. "Jeder wird von uns angezogen," berichtete Wageck vom morgendlichen Kleiderritual. Doch damit nicht genug. Das Garderoben−Team ist mit dem Tross unterwegs gewesen. "Zwischendrin gibt es immer etwas zu richten," so Wietasch. Die Kostüme waren nach historischen Vorbildern angefertigt und sollten auch der Renaissance-Mode entsprechend getragen werden. Faltenwurf und Kragen waren bei den Garderobieren also immer ein Hingucker. "Vor dem Spiel kontrollieren wir die Knöpfe, kümmern uns aber auch darum, daß die Pferdedecken ordentlich sitzen," beschreiben Wietasch und Wageck ihre Aufgabe. Die Garderobieren standen zum Ende der Tour vor besonders viel Arbeit. Denn der Regen setzte den Stoffen mächtig zu. Während des Spiels sprangen die Helfer den Schauspielern dann auch mit ganz modernen Hilfsmitteln, wie einem Regenschirm, zur Seite. "Einige Stoffe hätten abfärben können, wenn sie zu nass geworden wären", sagte Wageck.
Sie ist bereits im dritten Ausbildungsjahr. Die Arbeit mit den historischen Kostümem hat ihr besonders viel Spaß gemacht. Für Marcus Wietasch war die Teamarbeit besonders beeindruckend. Während der zwei Wochen des "Schaumburger Friedens" seien von den Organisatoren im Hintergrund über die Schauspieler bis hin zuden Kutschern, Garderobieren und Helfern aus Einzelpersonen eine verschworene Gemeinschaft geworden. "Wir müssen uns aufeinander verlassen und wissen, dass wir das können," so Wietasch. 14 bis 16 Stunden Arbeit, keine nennenswerten Pannen und eine feste Gruppe: "Das schweißt zusammen." Kaputt, aber glücklich waren die beiden nalch zwei Wochen Historientour. "Jeder hatte seine Aufgabe und wenn er fertig ist, hat er Feierabend." Den haben wohl beide nach der Tour genossen. Mit einer Mütze voll Schlaf und jede Menge guter Erinnerungen.
Schaumburger Wochenblatt, 01.09.2010


quartier