onstage - backstage
Einstieg in Bühnenberufe

dance 4 life 2005

(www.dance4life.nl) ist eine weltweite Aktion, die jugendliche und erwachsene Tanzbegeisterte in 12 Ländern zur Unterstützung aidskranker Kinder in Afrika verbindet.

2004 fand das erste DANCE4LIFE Event in Holland und Süd-Afrika und mit einem Pilot-Projekt in Indonesien statt ( gegründet von Dennis Karpes und Ilco van der Linden , Holland). Die Aktion will möglichst viele Menschen in den beteiligten Städten (Chikago, Amsterdam, Johannesburg, Bali) und Ländern zum tanzen bringen, um auf diese Weise Geld für Hilfsprojekte einzusammeln und gleichzeitig Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren über die Gefahren von AIDS informieren.

Bremen bewirbt sich als Pilotprojekt für Deutschland. De Loopers und QUARTIER planen an den Schulzentren Koblenzerstr. (Tenever), Bunnsackerweg (Habenhausen, Obervieland mit kompletten 7./8./9. Jahrgängen (jeweils ca 120 SchülerInnen)Projektwochen unter der Leitung von professionellen Tänzern und Artisten durchzuführen. Die Ergebnisse der Projektwochen werden am Ende der Woche der Stadtteilöffentlichkeit vorgestellt.

Zum Welt-AIDS Tag, am 1.12.05 gibt es ein gemeinsamen Event im ALADIN in Bremen, bei dem die Schulproduktionen gemeinsam mit Aufführungen der Bremer Szene und des Bremer Tanztheaters gezeigt werden.

Über Video-Link ist das Tanzereignis mit den gleichzeitig stattfindenden Events in den anderen Teilnehmerländern verbunden. Die diesjährige Aktion ist der Auftakt für eine Ausweitung des Projekts durch die Beteiligung von zusätzlichen Schulen in Bremen.

Im Jahre 2014 sollen weltweit 1 Million Menschen mit dieser Aktion für aidskranke Kinder aktiv werden.

Projektwochen
Schulzentrum Habenhausen 4.- 8.10.2005
Schulzentrum Tenever, Koblenzerstr. 7.- 21.11.2005
Schlussevent
am 1.12.2005, ALADIN, Bremen

Die Presse über dance 4 life

Benefiz Event

Am Do. 1.12. öffnen sich die Türen der alteingesessenen Großraumdiskothek Aladin bereits um 17.00 Uhr zu einer Veranstaltung der besonderen Art: »Dance 4 Life«. »Dance 4 Life « ist eine internationale Aktion, die junge Menschen auf die Risiken von HIV und AIDS aufmerksam machen soll. Bremen ist die erste deutsche Partnerstadt für das Event. Jugendliche solidarisieren sich hierbei durch Tanz und Musik über nationale Grenzen hinaus und sammeln gleichzeitig Spenden, die zur Unterstützung verschiedener Projekte in Afrika dienen. Nach Bremen gebracht hat diese sinnige Initiative der Tänzer und Choreograf Wilfried van Poppel. Er wird dabei von »DE LooPERS« und Quartier e. V. unterstützt, die in Bremer Schulen Tanz-Projektwochen organisiert haben. Tanzvorführungen weiterer Bremer Gruppen ergänzen das bunte Tanzspektakel.
MIX Bremen, Dez. 2005

BREMEN. Der Lärm in der Turnhalle im Schulzentrum Koblenzer Straße ist ohrenbe­täubend. 90 Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren haben keine Lust, so still zu sein, wie es Wilfried van Poppel fordert. Auch das Mikrofon hilft wenig. Der Choreograph und Initiator des Projektes "Dance 4 Life", ist trotzdem zufrieden: .Es geht voran, vor ein paar Tagen war es noch schlimmer. " "Dance 4 Life" soll über Aids aufklären und den aidskranken Kindern in Asien und Afrika helfen. Auch Gruppen in Moskau und Johannesburg taten sich unter dem Motto "Dance 4 Life" zusammen, um Spenden für Hilfsprojekte zu sammeln. Eine Live-Schaltung zum Event in Moskau ist während des Auftritts schon geplant. Es soll eine globale Idee werden, so Poppel. Damit diese auch beleuchtet und gehört werden kann, bringen Techniker den Jugendlichen Grundfunktionen von Ton- und Beleuchtungstechnik bei. Ein Blick hinter die Kulissen des Theaters soll dies ermöglichen, und nicht zuletzt eine Berufsanregung sein. "Mir macht das hier total Spaß", sagt Cinthia. Die Zwöltjährige tanzt zum ersten Mal. Mitmachen wollte Sie sofort. "Das mit Aids tut mir leid, und hier kann ich ein bisschen helfen" sagt sie. Ihre Freundin ist ebenfalls von dem Gedanken überzeugt:"Die Kinder haben ja teilweise von Geburt an Aids, vielleicht kann man das ändern", so die 13-jährige Jeyda. Vorbereitet wurden die jungen Tänzer mit einem Film, der den Schülern im Vorfeld gezeigt wurde. Die Krankheit wurde dabei nicht thematisiert, vielmehr sollen sich die Tänzer "ihres Körpers bewusst werden" , sagt Wilfried van Poppel, "da soll positive Energie rüberkommen."

Am 29. 11. lädt das Schulzentrum Koblenzer Straße um 18 Uhr zur Premiere. Der große Auftritt ist am 1. Dezember um 17.00 Uhr im Aladin. Die vier Euro Eintritt werden an einen Jugendclub in Äthiopien gespendet.
Per Thomas, Weser Kurier, 26.11.2005

Tanzen für einen guten Zweck
Aktion am Welt-Aids-Tag

BREMEN. Die Zahl der Menschen, ,die sich mit dem HIV~ Virus infizieren, nimmt weltweit zu. In Deutschland haben sich dieses; Jahr rund 20 Prozent mehr Menschen mit dem todbrlngenden Virus angesteckt als im Vorjahr. Morgen, am Welt-Aids-Tag, findet im Aladin an der Hannoverschen Straße eine Benefiz- Tanzveranstaltung statt. "Dance4Life " ist eine internationale Aktion, die junge Menschen in Südafrika, Indonesien, den Niederlanden und in den USA auf die Risiken von HIV und Aids aufmerksam machen soll. Gleichzeitig hoffen die Veranstalter, durch Tanzaktionen Geld für Jugendprojekte in Afrika zu bekommen. Bremen ist die einzige deutsche Partnerstadt von" Dance4Life". Der Tänzer und Choreograf Wilfried van Poppel hat die Verbindung zu Bremen hergestellt. An den Schulzentren Habenhausen und Tenever hat van Poppel mit der Tanzgruppe "De Loopers" und Quartier e.V. einige hundert Jugendliche in Projektwochen zum Tanzen gebracht. Im "Aladin" werden die beteiligten Schulen ihre Produktionen einem jungen Publikum vorführen. Auch die HipHop-Welt­meistergruppe "silent-battle" wird auftreten, sowie eine Vielzahl von professionellen Tanzeinrichtungungen der "TANZstadt Bremen". Der Eintritt von vier Euro kommt als Spende Hilfsprojekten in Äthiopien zugute. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
Hans Falk, Weser Kurier, 30.11.2005

120 Jugendliche beginnen zu tanzen
Projekt "Dance4Life" stellt sich vor

BREMEN. "Hände aus den Taschen und schneller nach vorn." Wilfried van Poppel blickt die Jugendlichen auffordernd an. "Nicht schlendern, schneller." Van Poppel ist kein Sportlehrer, er hat trüher im Ensemble des Bremer Theaters getanzt. Es ist der vierte Tag des Tanzprojekts "Dance4Life" in Tenever, und 120 Siebtklässler kommen in Bewegung.

Man könnte sagen, ein Hauch von "Rhythm is it" liegt in der Luft, hier in der Turnhalle des Schulzentrums Koblenzer Straße. Innerhalb von wenigen Tagen haben es van Poppel, der das Jugendtanztheater De Loopers aufgebaut hat, und vier weitere Tänzer geschafft, Jugendliche zum Tanzen zu bringen - mal willig, mal widerwillig, doch letztlich haben sich alle der gemeinsamen Idee gebeugt.

Die Szenerie erinnert an das im Kinofilm "Rhythm is it" dokumentierte Tanzprojekt des Choreografen Royston Maldoom und der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle. Doch "Dance4Life" verfolgt eine etwas andere Idee: Tanz-Workshops werden mit der Aids-Hilfe verknüpft. "Jugendliche tanzen mit und für Jugendliche", formuliert van Poppel das Motto. Zufällig hatte er von der Veranstaltung der niederländischen 4Life-Foundation erfahren, bei der im vergangenen Jahr tausende Jugendliche in den Niederlanden, in Indonesien und Südafrika tanzten. "Ich war begeistert", sagt van Poppel und initiierte gemeinsam mit dem Kulturverein Quartier das deutsche Pilotprojekt - in Bremen. Vier Habenhauser und Tenever Jahrgangsstufen sind beteiligt. 2006 soll international der nächste Durchlauf der zweijährlichen Veranstaltung in zwölf Ländern starten.

Am 1. Dezember, dem Welt-Aids- Tag, werden die Bremer Schüler ab 17 Uhr im Aladin zum "Benefiz Dance Event" zusammen kommen und öffentlich ihre Choreografien präsentieren, auch die Initiative Tanzstadt Bremen beteiligt sich. Was ihnen Tanz eröffnen kann, erleben die Siebt- und Achtklässler in Tenever derzeit unter Anleitung von van Poppel, Gregor Dreykluft, Alexander Hauer, Tina Havers, Roger Schmitz sowie dem Bühnenbauer Waldemar Grazewicz. In fünf Gruppen aufgeteilt, steht Akrobatik, Tanz, Ausstattung, Licht oder Musikeinspielung auf dem Programm. Sie haben Videos von tanzenden Jugendlichen in Südafrika und Indonesien gesehen und über Aids gere­det. Verantwortung füreinander übernehmen: Das ist ein Präventionsgedanke, der sich auch beim Tanz wiederfindet, betont van Poppel.

Der 13-jährige Kerem zum Beispiel hat mit Tanzen oder Akrobatik sonst nicht viel am Hut. Jetzt hält er gemeinsam mit einem Mitschüler einen Dritten kopfüber an den Beinen. Der holt Schwung, dreht sich in der Luft und landet sicher auf den Füßen. Die Nummer klappt und Kerim sagt: "Es macht Spaß, und Wilfried zeigt uns gute Tricks." Es wird zwar kein HipHop gespielt, aber damit haben sich die Jugendlichen arrangiert. Spenden werden bei den Aufführungen für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung gesammelt. Von der Ernsthaftigkeit, mit der sich die Jugendlichen beteiligen, ist van Poppel beeindruckt. " Wie und ob es weitergeht, liegt an den Jugendlichen" so van Poppel. In den Niederlanden träumt man davon, bis zum Jahr 2014 hunderttausende junge Menschen weltweit zum Tanzen zu bringen.
Astrid Labbert, Weser Kurier, 29.11.2005

 

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