onstage - backstage
Einstieg in Bühnenberufe

¿tolerance? 2005

Das Projekt "¿tolerance?" 2005 von „act“ ist eine Kooperation mit „De LooPERS“ im Rahmen eines Austausches mit Bremens Partnerstadt Danzig.

Die Tanzkompanie DE LooPERS und das Bühnenprojekt act des Vereins QUARTIER e.V. haben zum Thema Akzeptanz und Ablehnung von Andersartigkeit im Rahmen des europäischen Kulturprojekts „¿tolerance?“ ein Tanztheaterstück erarbeitet.

Zur gleichen Zeit hat das Kulturhaus Orunia in Danzig mit polnischen Jugendlichen zu diesem Thema eine Szenenfolge entwickelt.

Die entstandene Performance aus beiden Produktionen hatte am 25.Juni 2005 auf der Bühne des Theaters „Malarnia“ im Theater „Wybrzeze“ in Danzig Premiere.

Im Rahmen des Jugendtheaterfestivals explosive in Bremen sind "Gibt sich die Ehre vorzustellen" und LA LAVANDERIA, DAS WASCHLOKAL "SOBINICH" am Sonntag, 25.09.2005 im Güterbahnhof in Bremen um 20.30 Uhr zu sehen.

Die Tanzkompanie DE LooPERS und das Bühnenprojekt act des Vereins QUARTIER e.V. haben zum Thema Akzeptanz und Ablehnung von Andersartigkeit im Rahmen des europäischen Kulturprojekts "?tolerance?" ein Tanztheaterstück erarbeitet.

Zur gleichen Zeit hat das Kulturhaus Orunia in Danzig mit polnischen Jugendlichen zu diesem Thema eine Szenenfolge entwickelt.

Die entstandene Performance aus beiden Produktionen hatte am 25.Juni 2005 auf der Bühne des Theaters "Malarnia" im Theater "Wybrzeze" in Danzig Premiere.

"Gibt sich die Ehre vorzustellen"

...Danzig, zwanzig sehr junge Leute, die bisher nichts mit Theater zu tun hatten, ein vorgegebenes Thema, drei Monate, einige Erwachsene, und das Bewusstsein, dass eine ähnliche Situation in Bremen ist. Unter diesen Umständen ist das Theaterstück "Gibt sich die Ehre vorzustellen" entstanden. Unter der Vorgabe, dass es keine formellen Voraussetzungen gibt, soll die Form durch den Inhalt determiniert werden , und zwar durch einen ziemlich ernsten, denn er soll die Intoleranz betreffen. Da sowohl der Inhalt wie auch die Übermittlung ernst genommen werden, ist ein nicht ernstes und ein wenig irrationales Theaterstück entstanden. Alles findet in einem Zirkus statt, in dem es keine Regeln gibt. Das Publikum und die Schauspieler amüsieren sich ausgezeichnet, wobei die Chance, dass es bei ihnen zu einem Nachdenkprozess kommt, gar nicht ausgeschlossen ist...

Darsteller: Agata Szepietowska, Ewa Lihs, Sonia Usarek, Adam Treppa, Michal Orzylowski, Martyna Elas, Agnieszka Turska, Piotr Giers, Katarzyna Pajewska, Dorota Kowalska, Adrian Pusz, Bogusia Zielinska, Tymon Wasielewski
Bühnenbild: Aleksandra Dmuch, Teresa Urbanska, Kasia Skory, Ania Salomon, Iza Szczepanska, Monika Miezian
Musik: Bogusia Zielinska, Sonia Usarek, Leszek Bieniek
Drehbuch und Regie: Oskar Piotr Martin
Bühnenwerkstatt: Jaroslaw Rebelinski
Bühnenbild/ Kostüme: Maciej Chojnacki
Musik: Pawel Nowicki
Video: Oskar Piotr Martin
Koordination: Ewa Ziolkowska, Katarzyna Burakowska

LA LAVANDERÍA
DAS WASCHLOKAL "SOBINICH"

Ein Waschlokal, eine Wascherette, ein Waschraum beim Camping.

In alle diese Umgebungen kommt man mit seiner schmutzigen Wäsche und mit sich selbst.

Diese Räume kennen keinen Unterschied zwischen Menschen. Jeder steht oder sitzt nebeneinander, miteinander und muss einander akzeptieren und tolerieren.

Diese Situation, ein Zustand von Begegnungen, ist der Ausgangspunkt für dieses Tanztheaterstück für Jugendliche.

An Hand von Situationen und Handlungen entstehen Bewegungsabläufe, die mit Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren entwickelt wurden.

Diese Produktion ist eine Kooperation zwischen DE LooPERS und dem Projekt act des Vereins QUARTIE e.V.. Die TeilnehmerInnen von act haben für die Produktion die Technik, das Bühnenbild, die Kostüme und Videoeinspielungen erstellt.

Darsteller und Tänzer: Karolina Dommert, Adrian Löhner, Stefan Weißfeld, Tina Witthom, Marie Puschmann, Julia Schneider, Paloma Thorausch, Julian Simon
Bühnenbild: Jennifer Steinbrink, Albena Marinova, Anne Fuhrmann, Yasemin Cakir, Jessica Ernst, Cornelia Kempermann, Sven Sawitzki
Kostüme: Lilith Schädlich, Karolina Dommert, Bahar Karaman, Adrian Löhner
Technik: Robert Kämper, Robin Enkerts, Christian Allwarth, Hauke Meyer
Videoproduktion: Robin Enkerts, Christian Allwardt, Marina Zundel, Hauke Meyer, Arne Ose, Myrddin Journaux, Anne Fuhrmann
Choreografie und Leitung: Wilfried van Poppel
Musik: Michael Nyman
Bühnenbild: Waldemar Grazewicz, Claus Alves da Silveira
Kostüm: Christin Bokelmann
Grafik: Claus Alves da Silveira
Video: Hacky Hackbarth
Koordination: Marcel Pouplier, Regina van Düllen



Die Presse zum Projekt "?toleranz?

Stücke von Theatergruppen aus Danzig und Bremen im Güterbahnhof
Wie tolerant ist eigentlich Toleranz?
Von unserer Mitarbeiterin Danlela Barth

Das mit der Toleranz ist so 'ne verzwickte Sache. Mancher mag sich zwar darum bemühen, aber er scheitert letztlich an seinen eigenen, festgefahrenen Grenzen. Eine lehrreiche Demonstration in Sachen Toleranz sowie Intoleranz gab es am vergangenen Sonntag im Güterbahnhof.

Ein halbes Jahr lang tanzten, spielten und filmten junge Menschen aus Gdansk und Bremen unter der Anleitung professioneller Choreografen, Schauspieler und Musiker Szenen zum Thema Toleranz - Intoleranz. Die Bremer Tanz Kompanie DE LooPERS unter der Leitung von Wilfried van Poppel und das Berufsorientierungs­projekt für Bühnenberufe act haben im Rahmen des europäischen Kulturprojekts "Tolerancja / Toleranz" ein Tanztheaterstück erarbeitet. Zur gleichen Zeit entwickelte das Kulturhaus Orunia in Danzig zu diesem Thema eine Szenenfolge. Beides bereits im Juni in Gdansk aufgeführt, kamen die Stücke jetzt im Rahmen des Jugendtheaterfestivals "Explosive" nach Bremen.

"Sobinich" titulieren DE Loopers ihr temporeich angelegtes Tanzstück. Ein Waschsalon respektive ein Waschraum, in diesen Umgebungen waschen die acht jungen Protagonisten ihre schmutzige Wäsche oder putzen ihre Zähne. Da entblößt man sich auch selbst. Menschen auf gedrängtem Raum sind gezwungen, einander zu tolerieren. Diese Situation ist der Ausgangspunkt eines ästhetisch sehr anspruchsvollen wie expressiven Tanztheaterstückes. Ein Stück weit kommt in der Darstellung die augenscheinliche Leichtigkeit deutscher Spaßgesellschaft zum Tragen, die aber letztlich an ihrer Oberflächlichkeit laboriert.

Ganz anders hingegen die Polen mit ihrer bizarren Vorstellung "Gibt sich die Ehre vorzustellen". Zwanzig junge Leute ohne Theatererfahrung, ein vorgegebenes Thema, drei Monate Probenzeit: Unter diesen Bedingungen ist das Stück entstanden - ein irrationales Stück, das in einem Zirkus spielt, in dem es keine Regeln gibt.

Die provokative Absurdität und langatmige Sinnschwere wiewohl die realsatirische Darstellung von Gewalt waren nicht jedermanns Geschmack. Gleiches galt offenbar für den polnischen Witz, der vom deutschen Geist mithin missgedeutet wird. Und an dieser Stelle holte die Wirklichkeit das Fiktive ein und statuierte ein Beispiel von Intoleranz: Die Zuschauerreihen lichteten sich während der Vorstellung mehr und mehr, so dass am Ende ein paar Enthusiasten und dievielen am Projekt Beteiligten übrig blieben.
Bremer Anzeiger, 29.09.2005

TOLARANZ AUF POLNISCH UND AUF DEUTSCH

Am Samstag um 19.00 Uhr kann man auf der Bühne Malarnia des Theaters Wybrzeze zwei Abschlussstücke des Projekts „Intoleranz“ sehen. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit der Partnerstädte Danzig und Bremen.
Das Ziel dieser Unternehmung ist jungen Menschen aus verschiedenen Kulturen bewusst zu machen, dass der Mangel an Respekt und die Vorurteile aus Stereotypen herrühren. Das an ein jugendliches Publikum (14-25 Jahre) gerichtetes Projekt hat sich die Entwicklung zweier Aufführungen vorgenommen, die in Theaterwerkstätten in Danzig und Bremen gleichzeitig entstanden.
Eben die Ergebnisse dieser Arbeit der zwei Gruppen – der polnischen und der deutschen – wird man am Samstag kennen lernen können.
Gazeta Wyborcza 24.06.2005

INTOLERANZ IN DER KUNST

Ein interessanter Vorschlag für alle, die sich durch die Kunst verwirklichen wollen.
MDK Dworek Artura und der Intergrierende Künstler Klub Winda lädt junge Leute zur Teilnahme an dem internationalem Theaterprojekt „Intoleranz“ ein. Jugendliche aus Danzig und aus der deutschen Partnerstadt Bremen werden eine Theateraufführung erschaffen, die sich mit den Problemen der Toleranz mit dem Hintergrund der polnisch-deutschen Geschichte beschäftigt.
Die Premiere der gemeinsamen Aufführung findet am 25. Juni in Wybrzeze Theater in Danzig statt.
Das Finale der Arbeit wird ebenso auf dem internationalen Theaterfestival Explosiv gezeigt. Das Auswahltreffen findet am Montag 21.02.05 um 17.00 Uhr statt.
Dziennik Baltycki 16.2.05

Deutsch – polnische Toleranz
„Ich habe die Ehre vorzustellen„ und „La Lavendaria“, das sind die Titel der zwei Amateurstücke, die man morgen auf der Bühne Malarnia des Theaters Wybrzeze anschauen kann. Entstanden sind beide im Rahmen des deutsch – polnischen Projekts „Intoleranz“.

„Die Idee für gemeinsame Werkstätten entstand letztes Jahr.“ erzählt Ewa Ziolkowska, eine der Koordinatoren des Projekts. Die Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte Danzig und Bremen hat sich nicht lediglich auf die offiziellen Kontakte der Stadtvertreter beschränkt, sondern führte zum Treffen und Gemeinschaftsaktionen der normalen/gewöhnlichen Leute. „Wir haben das Thema der Intoleranz als ein sehr aktuelles Thema gewählt. Wir wollen wissen wie der Begriff in Polen und Deutschland verstanden wird.“ Ab März dieses Jahres fanden parallel in beiden Partnerstädten Werkstätten statt, die Vorführung am Samstag beendet sie mit den dabei entstandenen Stücken. „La Lavendaria“ ist ein Tanzstück, in welchem die Bremer Jugendlichen auftreten werden. Alle Teilnehmer der technischen Seite der Aufführung, also Licht, Bühnenbild und Videofilm, wurden im Rahmen einer Aktion zur Berufsfindung dorthin gewiesen.
Wie z. B. der 22 jährige Robert Kämper aus Bremen, der für das Licht zuständig war. „Dank „Intoleranz“ hat sich der Wunsch nach einem Theaterberuf bestätigt.“ erzählt er, „Ich habe auch ein Praktikum in einem der Bremer Theater absolviert, was mir sehr gefallen hat.“
Das Danziger Stück „Ich habe die Ehre vorzustellen“ ist ein klassisches Theaterstück. Es treten Amateure auf, Gymnasiasten, Studenten aus Trojmiasto, die sich selbst zu den Werkstätten gemeldet haben. Der 18-jährige Adam Treppa war einer von ihnen. „Zu der Teilnahme haben mich Freundinnen überredet“ erzählt er. „da ich nicht recht wusste, was ich nach der Schule machen soll, habe ich zugestimmt. Und es hat mir gefallen. Ich habe gelernt offener zu sein für andere Leute, die aus verschiedenen Ecken kommen. Und ebenso einige Theaterszenen. Wahrscheinlich sind sie mir im Leben nicht mehr nützlich, aber es bringt viel Spaß.“
Das Stück „Ich habe die Ehre“ wird im September in Bremen auf dem dortigen Theaterfestival präsentiert.
Miroslaw Baran, 25.06.2005
TEATR. Projekt "Nie-tolerancja"

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